Samsung Gear 360

Rundumkameras sind zu komplex und zu teuer für den Massenmarkt?

Samsung möchte dieses Vorurteil widerlegen und platziert seine Gear 360 mit 349€ UVP recht günstig – und das nicht nur einfach als Accessoire zum Galaxy S7.

Im Gegensatz zu den bisher verbreiteten aufwendigen Modellen mit vielen Linsen hat die Gear 360 lediglich zwei Fischaugen-Objektive, die nach vorne und hinten gerichtet sind.

IMG_4647Da das ordentlich verarbeitete Gehäuse aus Kunststoff nur gemäß IP53 vor „fallendem Sprühwasser“ geschützt ist, sollte man beim Outdoor-Einsatz besser vorsichtig sein und die Kamera nicht mehr als ein paar Regentropfen aussetzen.
Zur Befestigung gibt es ein Stativgewinde, ein kleines Kunststoffstativ gehört bereits zum Lieferumfang. Das Gewicht von 152 Gramm entspricht in etwa dem eines normalen Smartphones.

Die Steuerung der Kamera erfolgt über 3 Knöpfe (Einschalten, Menü, Aufnahme) und ein winziges LED-Display, das Basisinformationen anzeigt. Komfortabler für die Bedienung ist da die App für die Galaxy S6 und S7 Modelle, die einfach über einen NFC-Chip mit der Gear 360 gekoppelt werden können. Per WLAN lassen sich auch die Filme auf dem Smartphone wiedergeben und dort speichern, was allerdings dauern kann. Ein tolles Rundumerlebnis gibt es natürlich auf der Samsung-Brille Gear VR. Die Übertragung und Breitstellung sind hier allerdings viel zu umständlich gelöst und dürfte viele Anwender überfordern.

Was die Qualität der Videos betrifft, kann die Gear 360 mit ihren zwei 15-Megapixel-Linsen voll überzeugen: Die Auflösung von 1920×960 bis 3840×1920 Pixeln (4k) für 360-Grad-Videos und 2560×1440 Pixeln für Videos mit jeweils nur einer Linse ist sehr hoch.
Rundumfotos sind mit bis zu 7776×3888 Pixeln möglich, was 30 Megapixeln entspricht. Auch bei schwachem Licht in Innenräumen ist noch etwas zu erkennen, doch die ganze Brillanz der Bilder zeigt sich nur draußen bei Tageslicht.

Aber es gibt auch Schwächen: In manchen Perspektiven ist der Übergang zwischen beiden Linsen deutlich zu erkennen. Auch wird das Gehäuse der Kamera sehr schnell warm.IMG_4646
Zudem ist der Speicherbedarf hoch, da zwei hochauflösende Filme gleichzeitig auf der MicroSD-Karte abgelegt werden müssen. Diese Karte sollte auch schnell genug sein, damit es nicht zu Verzögerungen kommt. In meinem Fall hatte ich eine Samsung EVO 128 GB, die funktionierte ohne Probleme.
Einen eigenen Speicher hat die Kamera übrigens nicht, so dass auf jeden Fall noch run 40€ für eine ordenlichte Speicherkarte als Anschaffungspreis zu der Kamera dazu kommen.
Der Wechselbare Akku kann über Micro-USB direkt geladen werden und reicht für etwa zwei Stunden Dauerfilmen.

Ich hätte Sie sehr gerne noch weiter getestet, doch mein fast 4 Jähriger Sohnemann hat sie in einem See beim Boot fahren versenkt. :-(

Fazit:

Insgesamt ist die Gear 360 mehr als nur ein Einstieg ins Filmen von Rundumvideos, denn die Bildqualität ist sehr gut. Allerdings hakt es an einigen Stellen wie der Übertragungs-Software, auch die Beschränkung der App auf die Galaxy S6 und S7 Modelle ist sehr schade. Zudem kostet der Spaß immerhin 349€ plus den Betrag für eine gute Speicherkarte – es war eben noch nie billig zu den Pionieren zu gehören.

Danke an DieInsider, durch das Portal konnte ich die Kamera vergünstigt testen. Schaut doch selbst mal dort vorbei. dieinsider

Samsung Gear 360

UVP €349
Samsung Gear 360
8.5

Preis

9/10

    Zubehör

    7/10

      Videoqualität

      9/10

        Fotoqualität

        9/10

          Bedienung der Kamera

          9/10

            PRO

            • - Norm-Gewinde für jedes Stativ,
            • - gute Bildqualität
            • - einfache Bedienung
            • - gut ablesbares Display
            • - innovativ

            CONTRA

            • - kein Interner Speicher
            • - App nur für Galaxy S6 & S7
            • - Zusammenfügen der Bilder nicht optimal

            sparendia

            Ich bin Dirk, 32 jahre alt und wohne in einem kleinen Ort in Bayern. Seit etwa 6 jahren teste ich verschiedenste Produkte und habe nun entschlossen einen Blog darüber zu schreiben, so dass auch andere von den Tests profitieren können. Privat arbeite ich in der Mobilfunkbranche, habe einen 3 jährigen Sohn und zu meinen Hobbys zählen neben dem Produkte testen, auch der Fußball oder alles was mit Technik zu tun hat.

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